Hallo ihr Lieben,
gestern hatte ich euch vorenthalten, dass wir am Abend noch ein zauberhaftes Städtchen in Montenegro Stari Bar, deutsch "altes Bari" - leitet sich von der italienischen Stadt Bari ab - besucht haben. Das Abendlicht tauchte die Gassen in magische Farben. Zur Hälfte bestand das Städtchen aus winzigen Cafés, Bars und Restaurants, oft über zwei Stockwerke. Ich habe dort ein Glas Wein getrunken und ein paar Bilder am PC bearbeitet.
Nun zu Andreas: Die OP ist geglückt und er ist quietschvergnügt, dafür bin ich etwas angeschlagen - das war ja zu erwarten mit über 40 Personen im Bus. Aber noch hält sich alles in Grenzen, ich gurgele fleißig Mundwasser, nehme Zink und Chunghee betet Rosenkränze für mich, ebenso heute im Bus, als wir 25 Serpentinen entlang des einzigen Fjords Südeuropas nahmen. Also ich bin echt nicht empfindlich, aber das war die heftigste Höllenfahrt, die ich je mitgemacht habe, siehe Video. Wir waren auf dem Pass auch teilweise über den Wolken und ich hatte den Eindruck, dass wir im Blindflug sind. Aber nicht unser Fahrer Slawe, denn er ist ein Meister seines Fachs und manövrierte uns unter den Argusaugen der Gäste über die kritischsten Stellen ganz entspannt mit einem Lächeln im Gesicht.
Mein Highlight heute waren zwei Klöster, das eine in Cetinje, wo wir sogar einer orthodoxen Messe beiwohnen konnten und die Gesänge mir durch Mark und Bein gingen. Da habe ich auch eine Kerze für Georg angezündet. Das zweite war die Klosterinsel Maria am Felsen in Perast. Hier sind wir mit dem Boot herübergefahren, wie ganz viele andere Touristen auch. Die Verrücktesten waren Chinesinnen auf einem Katamaran - also von Stille und Einkehr war nicht die Rede. Das habe ich in Kotor nachgeholt und mich für eine Stunde von der Gruppe abgeseilt.
Die mittelalterliche Stadt ist eine Perle mit ganz vielen venezianischen Einflüssen, wie ganz Montenegro übrigens, da es mehrmals italienische Kolonie war. Das italienische Wort „Montenegro" heißt deutsch „Schwarzer Berg“ und soll auf die dunklen Wälder, z.T. in Naturschutzgebieten, verweisen. Die kleinste Republik des Balkans ist auch sehr eigensinnig, hat als einzige den Euro als Währung ohne eigener Münzen, da sie nicht zur EU gehört. Unsere Reiseleiterin Angela meinte heute, dass sie alle hier ein Volk von Hedonisten sind und das gefällt mir auch;-)
In diesem Sinne schönen Abend
eure Maggie

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