Hallo ihr Lieben,
als ich gestern durchnässt mein Hotelzimmer betrat, öffnete sich eine Tür zur Wärme und Behaglichkeit: ein Riesenbett mit federleichten Daunendecken wartete auf mich und eine heiße Dusche. Ich habe mir einen Tee gekocht und mich fürs Abendessen fertiggemacht. Das war allerdings in diesem Luxuspalast eine Enttäuschung, die Portionen sehr übersichtlich und kalt, sodass wir uns noch versuchten, über den Lieferservice eine Pizza zu bestellen. Als es nicht klappte, nahmen wir das mit Humor.
Heute Morgen wurden wir vom strahlenden Sonnenschein begrüßt, der uns den ganzen Tag über begleitete.Zudem hatten wir mit unserem albanischen Reiseleiter Müsi großes Glück. Ich habe heute mehr über Albanien als von Bogdan in den letzten Tagen über die anderen Länder erfahren. Denn unser Dauer-Guide ist eher als Feldwebel unterwegs, ihm fehlt es an Empathie und ich glaube tatsächlich auch an Wissen, weil ich mir die Infos dann immer aus dem Internet ziehe:-).
Aber nun zu Albanien, momentan parlamentarische Republik, früher sozialistisch, dann ab 1991 unabhängig. Erst dann gab es hier Gebrauchtwagen aus dem Westen für die Bevölkerung, vorher waren Autos nur Staatseigentum und alle Normalos bewegten sich mit dem Bus fort. Es gibt noch heute kaum Züge, nur Schienen. Was mich fasziniert hat, ist, dass Albanien 90 % seiner Energie mit Wasserkraft abdeckt und die Sprache einen eigenen indoeuropäischen Sprachstamm hat, auch nicht mit Ungarisch oder Finnisch verwandt ist. Übrigens: Die zeitgenössische Musik finde ich auch super!
Wir haben uns die Festung Rozafa in Skodar angeschaut, wo ein Red Bull Event im Cross-Training bevorstand. Dort habe ich Aris, einen der Teilnehmer kennengelernt, der super Deutsch sprach. Dann ging es über die Grenze nach Montenegro, mit 10 Euro und zwei Dosenbier kamen wir am Grenzstau vorbei. Das hat mich doch total an mein Herkunftsland erinnert, wo der Alltag nur mit kleinen Gefälligkeiten funktionierte;-)
Jetzt mache ich mich mit Silke (sie ist wirklich Intensiv-Krankenschwester) und Simone für eine kleine OP fertig: Andreas hat eine Eiterblase am Finger und die wird aufgeschnitten. Ob er den Eingriff überlebt hat, erfahrt ihr morgen.
Schönen Abend,
eure Maggie

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