Hallo ihr Lieben
zum Abschluss habe ich mir einen besonderen Post für euch ausgedacht. Meine Bühne in den letzten zehn Tagen, den Balkan, kennt ihr schon. Jetzt lernt ihr die Menschen kennen, die mich am meisten auf dieser Reise geprägt haben, neben meiner Clique, mit der ich täglich unterwegs war.
Bogdan, der Feldwebel: die größte Niete von Guide, die ich je erlebt habe. Er war um keine Ausrede verlegen, wenn etwas nicht klappte und das meiste klappte nicht. Er nahm sich auch die Freiheit, seine Gäste anzuschnauzen. Ich glaube nicht, dass er von jemanden Trinkgeld bekommen hat. Wir hätten Schmerzensgeld verdient.
Chunghee: Meine südkoreanische Mutter Teresa, deren Anwesenheit mich beruhigte und wir uns auch ohne großer Worte bestens verstanden haben. Sie hat mir den Mutter Teresa Orden verliehen und mir eine geweihte silberne Madonna geschenkt, vor allem aber Frieden.
Mechthild und Gerhard: das perfekte Match, seit 45 Jahren verheiratet, keine Kinder, sie ist klein und zierlich, einfach Mädchen geblieben und er ist ihr Beschützer, ihr Held. Sie haben mir ein Glücksarmband geschenkt, von allem aber den Glauben an die Liebe.
Lothar: die Gelassenheit in Person. Als siebenfacher Großvater ist er Trubel gewohnt und da sein Koffer bis heute nicht im Urlaub angekommen ist, hat es sich einfach jeden Tag ein frisches Oberteil, Unterwäsche und Socken gekauft. Er besitzt daher eine einzigartige Balkan Herrenkollektion. Von ihm habe ich Gelassenheit gelernt.
Christine: das Wunder von Antwerpen. Vor 15 Jahren saß sie noch im Rollstuhl, vor 9 Jahren startete dank neuer Ärzte und Medikamente ihre Auferstehung, seit zwei Jahren kann die Belgierin nun wieder selbständig gehen. Für sie war ich das Orakel vom Balkan, da meine Wettervorhersagen immer stimmten. Sie schenkte mir eine seltene Euromünze, vor allem aber ihr Vertrauen.
Bersim: die Überlebende: Sie verlor früh zwei ihrer Geschwister und war der einzige Trost für ihre Eltern, aber das Herz ihrer Mutter war gebrochen, sodass sie keine Liebe von ihr bekam. Sie gab mir einen Anhänger als Glücksbringer und teilte mit mir das Geheimnis von der Kunst des Verzeihens.
Holger: der pragmatische Menschenretter. Er nahm mit Mitte dreißig drei Teenager aus Syrien und dem Iran bei sich auf, gab ihnen ein Dach über dem Kopf und zu essen, kümmerte sich und deren Ausbildungen und Sprachkurse. Heute leben alle drei selbständig und er ist mit 52 Jahren vierfacher Opa;-) Von ihm habe ich Küsschen und ein schönes Tatttoo zu lesen bekommen, vor allem den Rat, einfach meinem Instinkt zu folgen.
So nun kennt ihr meine Schätze, die ich auf dieser Reise gesammelt habe. Ich kehre wieder reich beschenkt nach Hause zurück und habe nun 80 Länder auf der Welt besucht. Gleich läuft der ICE in Stuttgart ein, deswegen verabschiede ich mich jetzt von euch,
Bis zum nächsten Mal:-)
eure Maggie







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