Hallo ihr Lieben,
gestern haben wir in einem kommunistischen Plattenbau direkt am Ohridsee übernachtet. Das Interieur hatte einen puffigen Charme, aber dafür war die Aussicht unschlagbar, ebenso die Gesellschaft. Mit Silke, Simone und zwei Andreasen habe ich wunderbar über das Leben philosophiert, wir haben sehr viel gelacht und auch einige Tränchen vergossen. Am Ende hat sich noch eine Hundedame zu uns gesellt.
Zuvor habe ich meinen beiden Koreanerinnen geholfen, da Hee-saa einen Arzt benötigte (Kehlkopfentzündung), Sie hat dann zwei Spritzen und Antibiotika bekommen und konnte mal in einem kostenfreien Extrazimmer durchschlafen. Chunghee hat mir heute zum Dank einen Mutter Teresa Orden geschenkt;-)
Morgens stand eigentlich eine Bootsfahrt auf dem Programm, die aber wegen der aufgewühlten See ausgefallen ist. Dafür haben wir uns in der Formation von gestern Abend das zauberhafte Städtchen angeschaut und dank Universumsglück auch regenfrei. Besonders beeindruckend war das Kloster Sveti Naum, das Ende des 9 Jh. gegründet unter Naum damals zum kirchlichen und kulturellen Zentrum avancierte. Er gilt auch als Begründer der bulgarisch-orthodoxen Glaubensrichtung. Das Innere beherbergt atemberaubende Fresken aus dieser Zeit, die man leider nicht fotografieren darf. Danach schlenderten wir durch verwinkelte Gässchen, in denen Kiwis, Feigen und Bananen wachsen. Anschließend fuhren wir in Richtung Albanien, wo uns am Grenzübergang eine Wand aus Regen begrüßte: Bonjour Tristesse. Beim ersten Halt an einer Raststätte ging es schon mit weitern Überraschungen los: Stromausfall, keine ApplePay-Bezahlfunktion möglich, aber die eSim funktioniert einwandfrei;-) Hier werde ich ganz einfach in Euro bezahlen, die sehr willkommen sind, Kurs 1: 99 Lek.
So ihr Lieben, morgen scheint auf jeden Fall die Sonne und heute war der Tag auch wunderbar, denn ich war in bester Gesellschaft. Wir checken nun ins Hotel ein und ich verabschiede mich für heute.
Mirupafshim
eure Maggie



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